Indonesien

Indonesien ist mit 274 Millionen Einwohnern das viertgrößte Land der Welt. Etwa sieben Millionen Menschen leben auf den beiden Inseln Bali und Lombok, die wir besucht haben. 85% der Indonesier sind Muslime und nur das touristische Bali ist hinduistisch geprägt. Bali ist einer der touristischsten Orte, die wir auf unserer Weltreise besucht haben, aber es ist nur so ein kleiner Teil von Indonesien und auch religiös sind die Hindu nur eine kleine Minderheit in Indonesien. Die Karte verdeutlicht ganz gut, wie klein der Teil ist, den wir tatsächlich von Indonesien gesehen haben. Trotzdem war es super vielfältig, günstig und wunderschön. Vor allem die Mentalität der Balinesen hat uns beeindruckt.

Ubud, Bali (09. Apr – 06. Mai)

Den ersten Teil unserer Reise und fast vier Wochen verbringen wir in Ubud, der kulturellen Hauptstadt Balis. Für uns hat Ubud zwei Seiten: der hektische, volle, pulsierende Stadtkern, in dem sich Touris auch mal auf die Füße treten, und die von Ruhe geprägten Reisfelder. Ohne, dass wir vorher genau wussten, wo wir landen, sind wir durch Zufall mitten in den Reisfeldern gelandet und haben uns in Ubud schockverliebt. Den Weg zu unserem Hotel konnten wir nur mit Roller zurücklegen, auf der schmalen Straße fahren keine Autos. Direkt bei der Ankunft fällt uns die Ruhe und das Grün der Reisfelder auf und wir genießen die Umgebung so sehr, dass wir uns entscheiden, hier einen Großteil unserer Bali-Reise zu verbringen.

Unsere Tage in den Reisfeldern gehen wir daher entsprechend der Umgebung entspannt an, wir gehen spazieren, genießen das leckere Essen, gönnen uns die ein oder andere Massage, machen auch mal eine kleine Rollertour und besuchen den Markt. Nach einer sehr entspannten Woche geht es weiter mit sportlicher Entspannung: Wir besuchen unser erstes Yoga-Retreat. In einer Villa mit eigenem Pool verbringen wir sieben Tage, die vollständig Yoga und Meditation gewidmet sind. Natürlich darf das balinesische Gebet nicht fehlen und wir bekommen jeden Tag eine “Bali-Blessings”-Karte, auf der wir unser persönliches Motto für den Tag finden. Zum Ende unseres Yoga-Retreats werden wir noch mit heiligem Wasser gereinigt und von allem Schlechten befreit.

Da uns unsere erste Woche in den Reisfeldern so gefallen hat, kehren wir nach dem Yoga-Retreat dorthin zurück. Laura wagt es im Anschluss an das Yoga-Retreat das erste Mal, fünf Tage zu fasten.

Während Laura fastet, widmet sich Micha der Reiseplanung, denn wir bekommen wieder Besuch: Michas Mama und Tante haben sich für zwei Wochen angekündigt. Unangekündigt kommt uns dann auch als Überraschungsgast Michas Bruder besuchen.

Gemeinsam erkunden wir weiter Ubud: Wir fahren zu den beeindruckenden Reisterrassen, feiern ein Tempeljubiläum mit den Locals, gehen zu einem ganztägigen Yoga-Festival und machen einen indonesischen Kochkurs (mit Zertifikat, dem indonesischen Restaurant in Köln steht also nichts mehr im Weg).

Nusa Lembongan/ Nusa Penida, Bali (06. Mai – 11. Mai)

Von Ubud aus geht es weiter nach Nusa Lembongan, einer Insel vor Bali, auf der wir in einem wunderschönen Hotel direkt am Meer fünf Tage verbringen. Wir gehen Schnorcheln, wobei wir wunderschöne Korallen, Fische und Schildkröten sehen, besuchen die Insel Nusa Penida mit ihren beeindruckenden Felsformationen und erkunden auf eigene Faust mit dem Roller die Insel, wobei wir spontan noch eine Mangroven-Tour machen.

Canggu, Bali (11. Mai – 14. Mai)

Unser Trip geht im sehr touristischen, am Meer gelegenen Canggu weiter. Hier verschlägt es vor allem australische Party-Touris hin, ein bisschen wie Mallorca für die Deutschen. Allerdings gibt es auch abseits der Beachclubs eher ruhigere Aktivitäten. Wir besuchen einen im Meer gelegenen Tempel, genießen den Sonnenuntergang am Strand, machen Yoga und nehmen an einem Acoustic Healing teil. Aber ein kurzer Ausflug in die berühmten Beachclubs darf natürlich nicht fehlen.

Uluwatu, Bali (14. Mai – 18. Mai)

Nachdem Michas Mama und Tante sich in Canggu von uns verabschiedet haben, erkunden wir zu dritt Uluwatu. Wir fahren mit dem Roller an entlegene Strände, gönnen uns leckeres Essen und schauen uns Beach-Clubs mit irrem Mindestverzehr an. Zum Abschluss der gemeinsamen Reise besuchen wir noch eine traditionelle Feuershow in einem am Meer gelegenen Tempel.

Gili Meno, Lombok (18. Mai – 21. Mai)

Nachdem auch Christian, Michas Bruder, wieder abgereist ist, fahren wir zu zweit weiter auf Gili Meno, die kleinste der Gili-Inseln und auch bekannt als die Flitterwochen-Insel. Obwohl wir hier nicht unsere Flitterwochen verbringen, können wir verstehen, woher die Insel ihren Ruf hat. Mit Ausnahme von ein paar Hotels und Restaurants gibt es auf der Insel, die man in einer Stunde zu Fuß umrunden kann, nicht allzu viel. Wir genießen aber die Ruhe und nehmen uns Zeit, unsere Weiterreise zu planen.

Kuta, Lombok (21. Mai – 26. Mai)

Von Gili Meno aus fahren wir mit der öffentlichen Fähre nach Lombok, wo wir unseren letzten Stopp in Indonesien haben. Wir verbringen fünf Tage in Kuta, einer bei Surfern beliebten Stadt an der Südküste Lomboks. Bereits bei unserer Anreise stellen wir fest, wie landschaftlich schön die Insel ist. Was uns allerdings auch auffällt, ist der Müll. Lombok ist unglaublich dreckig, auch im Vergleich zu Bali. Zudem fällt uns sehr deutlich der kulturelle Unterschied auf, im Gegensatz zu Bali ist Lombok zum Großteil muslimisch geprägt, was wir vor allem morgens ab 4 Uhr zu hören bekommen, unser Hotel ist direkt neben einer Moschee und regelmäßig werden wir ans Morgen- (oder Nacht-?) gebet erinnert.

Auch hier erkunden wir die Insel mit dem Roller und sind erstaunt über die super ausgebauten Straßen, die nur wenig befahren sind. Im Vergleich zu den auf Bali immer überfüllten Straßen, eine wahre Wohltat, bei der sich auch Laura mal ans Rollerfahren herantraut.

Fazit

Wir haben uns in Bali schockverliebt. Die Natur in den Reisterrassen, die unglaublich freundlichen, offenen und hilfsbereiten Menschen, das leckere vegane Essen, die hinduistisch geprägte positive Lebenseinstellung, Yoga, Meditation…

Für uns steht fest, wir müssen wiederkommen. Zwar ist Bali sehr touristisch und voller Menschen, uns hat es aber einfach unglaublich gut getan und gut gefallen.

Hier konnte Lombok leider nicht mithalten. Auch wenn landschaftlich schöner und weniger überlaufen, gerade die Mentalität der Balinesen ist einzigartig und so positiv, dass wir hoffen, uns einen Teil davon bewahren und mitnehmen zu können.