Panama

Oh, wie schön ist Panama! Was schon der Tiger und der kleine Bär wussten, können wir nur bestätigen. Panama ist wirklich schön. Viel schöner als erwartet, weshalb wir es etwas bereuen, nur so wenig gesehen zu haben. Tatsächlich hatten wir in Panama nur zwei Ziele, Panama City und Bocas del Toro, haben aber im Nachhinein festgestellt, dass es noch viel mehr gegeben hätte, was einen Besuch wert gewesen wäre. Na ja, dann müssen wir wohl mal wiederkommen :).

Panama City (09. Jan – 25. Jan)

Als wir nach unserem kurzen Flug von Barranquilla (Kolumbien), in Panama ankommen, sind wir erst einmal überrascht, wie grün Panama ist. Bereits bei der Landung ist uns aufgefallen, dass es eigentlich nur Panama City gibt – und Dschungel.

Wir verbringen zwei Wochen in Panama City, da wir gemerkt haben, dass es uns zwischendurch immer wieder guttut, länger an einem Ort zu bleiben. Wir genießen es, nicht planen und packen zu müssen und richten uns in unserem gemütlichen AirBnb ein wenig häuslich ein. Während unseres zweiwöchigen Aufenthalts nimmt Laura nochmal an einem Spanisch-Kurs teil. Micha, der sich davon verabschiedet hat, Spanisch zu lernen, zieht währenddessen von Co-Working-Space zu Co-Working-Space und macht verschiedene Online-Kurse/Projekte mit ChatGPT.

Unsere „Freizeit“ verbringen wir mit Sight-Seeing, wobei uns der Besuch des Panama-Kanals ein wenig enttäuscht, weil wir lediglich den alten Kanal besuchen können, der nur noch einmal am Tag befahren wird und wir daher leider kein Schiff passieren sehen. Auch der dazugehörige Film gleicht eher einer Werbeveranstaltung für Panama als einer Dokumentation.

Umso mehr freuen wir uns dann allerdings, dass wir ein bisschen Alltag einbauen können – wir schauen Avatar im Kino, zum Glück auf Englisch. Außerdem nehmen wir noch eine Salsa-Stunde und besuchen einen Nationalpark, wo wir – für unseren Geschmack – viel zu nah an ein Krokodil kommen. Am Ende unseres zweiwöchigen Aufenthalts in Panama-City bekommen wir das erste Mal auf unserer Reise Besuch: Nach einem viel zu langen Flug steht Pia quasi vor der Tür unseres AirBnBs. Von nun an reisen wir für ca. zwei Wochen zu dritt, bevor weiterer Besuch zu uns stößt. Gemeinsam erkunden wir die Altstadt, Casco Viejo, bei einer Free-Walking-Tour, die uns unter anderem an der Treppe vorbeiführt, die in Titanic zu sehen ist. Bei genauer Betrachtung stellt sich dann heraus, dass es eine Treppe ist, die der Titanic-Treppe nachgebaut wurde. Na ja, ist ja fast dasselbe. 🙂

Eines unserer Highlights ist ein Besuch der Rooftop-Bar des Marriott-Hotels, wo wir im 66ten Stock mit Blick auf die Skyline Panamas ein panamaisches Bier trinken. Der Ausblick ist wirklich atemberaubend.

Bocas del Toro (25. Jan – 28. Jan)

Von Panama-City geht es per Bus weiter nach Bocas del Toro, einem Insel-Paradies an der Grenze zu Costa Rica. Unterwegs werden wir Zeugen eine Drogenrazzia der panamaischen Polizei. Tatsächlich wird eine unserer Mitfahrerinnen von der Polizei aus dem Bus eskortiert und darf nicht weiter mitfahren. Gut, dass wir den Koka-Tee in Bolivien gelassen haben.

Wir verbringen dann drei Nächte in dem wunderschönen Hostel „Bambuda Lodge“ auf der Isla Solarte. Supermärkte, Restaurants und die Zivilisation sind nur per Boot erreichbar, dafür gibt es eine Rutsche, die direkt ins Meer führt.

Bei einem Dschungel-Walk erkunden wir die Insel und nehmen zudem an einem Ausflug auf verschiedene Nachbarinseln teil. Zwischendurch gönnen wir uns einen Coco-Loco, frische Kokosnuss mit Rum, was ein guter Einstieg für die jeden Freitag stattfindende Party, den „Filthy Friday“ ist. Die Party-Location befindet sich direkt am Meer und man kann sogar in einen kleinen Pool springen.

Nach vier wundervollen Tagen geht es leider viel zu früh weiter per Fähre und Bus nach Puerto Viejo, Costa Rica.

Fazit Panama

Panama haben wir während unserer Reiseplanung leider etwas unterschätzt und daher zu wenig Zeit für dieses spannende Land eingeplant. Zwar haben wir aufgrund der Sprachschule relativ viel Zeit in Panama-City verbracht, vom Rest des Landes haben wir jedoch nur wenig gesehen. Was uns hier extremer als in Südamerika aufgefallen ist, ist das starke Arm-Reich-Gefälle im Land. In Panama-City reihen sich Wolkenkratzer an Wellblechhütten. Auch die Preise im Supermarkt sind erstaunlich teuer und übersteigen teilweise das, was wir aus Deutschland kennen. Allgemein ist Panama, zumindest Panama-City, deutlich weiter entwickelt als viele Teile Lateinamerikas. Beeindruckt hat uns auch Panamas Umweltbilanz – das Land gilt als Co2-neutral, was sich wahrscheinlich mit den erheblichen Grünflächen erklären lässt.